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Mess- und Prüfsystem PRODAT RKM-S

fest installiert, zur statischen, quasi-statischen oder dynamischen Messung

Update: 03.07.18 Sprache: Deutsch >> English

Messeinrichtungen zur Bestimmung der Lasten (Kraft, Masse) von Rädern, Drehgestellen, Achsen, Fahrzeugen oder einem Zugverband

Mess- und Prüfsystem PRODAT RKM-S

Mit dem Mess- und Prüfsystem PRODAT RKM-S (stationär) und seinen verschiedenen Untervarianten können vielfältige in der Praxis auftretende Anwendungsfälle hinsichtlich einer statischen, quasi-statischen oder dynamischen Bestimmung von Radaufstandskräften (kurz Radlast bzw. Radkraft) abgedeckt werden. Bedingt durch das Messprinzip schließt dies auch eine Bestimmung der Fahrzeugmasse eines Schienenfahrzeugs ein (Anwendung als Radlast bzw. Achslastwaage). Ob als Einzelachsprüfstand oder Mehrachsmesssystem, es lassen sich beliebige Messfälle und kundenspezifische Anwendungen realisieren.
Besonderes Augenmerk sollte dabei der Bauweise gelten, welche im Gegensatz zu anderen Systemen, nur minimale Eingriffe am Gleis notwendig macht und sich durch besonders hohe Genauigkeit und geringe Abmessungen auszeichnet. Die Messungen werden sehr schnell durchgeführt und garantieren somit eine hohe Wirtschaftlichkeit innerhalb der betrieblichen Prüfprozesse.
Die gemessenen einzelnen Radlasten werden zu Achsen, Drehgestellen und Fahrzeugen zusammengefaßt. Ferner können Radlast - und Achslastdifferenzen sowie die Fahrzeugmassen berechnet werden. Das Messsystem PRODAT RKM-S unterstützt alle Schienenprofiltypen und Spurweiten. Eine typische Anwendung besteht in der Endprüfung von Fahrzeugen und der Durchführung von Einstellarbeiten (z.B. am Drehgestell) im Messgleis. Messungen erfolgen an der Lauffläche des Schienenfahrzeugs.
Durch die Unterstützung industrieller, robuster, drahtloser Kommunikationsstandards und z.B. Panel-PCs ist es z.B. möglich Messwerte während der Einstellarbeiten unmittelbar abzulesen.

Aufbau

Die typischen Bestandteile des Messsystems PRODAT RKM-S umfassen die lastsensitiven Messabschnitte, optionale Beruhigungsstrecken, Datenerfassung und ein oder mehrere Anzeige- und Bedieneinheiten. Alle Messsystemvarianten lassen sich in bestehende Einbausituationen, also z.B. Wartungsgruben, aufgeständerte Gleisanlagen oder eingelassene Gleise integrieren. Die Ausführungsvarianten besitzen eine äußerst flache Bauform und der benötigte Platz für die Messanlage entspricht der Höhe der verwendeten Schiene. Bei Nachrüstungen ist es nicht unbedingt notwendig Veränderungen an der Unterkonstruktion vorzunehmen. 

Vorlaufstrecke

Bei der Vorlaufstrecke (auch Beruhigungsstrecke) handelt es sich ein dem Anwendungsfall entsprechend gestalteten Gleisabschnitt, mit der bei statischen Messungen der Einfluß der Gleislage auf die Radlastverteilung am Schienenfahrzeug unterdrückt wird und bei dynamischen Radlastmesssungen das Verhalten der Schienenfahrzeuge so beeinflusst wird, dass der dynamische Anteil der Radkraft klein gegenüber dem von der Gewichtskraft herrührenden ist, um optimale Messergebnisse zu erzielen.

Die Kraftaufnehmer

Die Kraftaufnehmer sind je nach Anwendungsfall als direktmessende Schienenelemente bzw. als Befestigungselemente konstruiert. Sie vereinen in idealer Weise Mess-, Trag und Fixierfunktionen in einem kompakten Bauelement. Durch die intelliegente Bauweise werden schnell verschleißende Lager und bewegliche Fesselungselemente vermieden und höchste Präzision und Lebensdauer gewährleistet.

Bedien- und Anzeigeeinheiten sowie Nutzerendanwendung

Die eingesetzen Bedien- und Anzeigeeinheiten werden entsprechend des Kundenwunschs ausgewählt. Fest installierte Messcomputer- oder Industrie-PCs oder beliebige, mobile Varianten wie z.B. ein robuster Mess-Laptop können eingesetzt werden. Die Bedienerführung am Bildschirm erfolgt menügesteuert und die gesamte Anlage ist gegen unbefugte bzw. Fehlbedienung geschützt.

Zur Kopplung mit anderen PCs stehen Schnittstellen verschiedener Standards zur Verfügung und durch die Möglichkeit der Netzwerkfunktionalität können gewonnene Daten an jedem beliebigen Ort verarbeitet werden.

Die verwendete Software PRODAT RAL konform entsprechend den gängigen Normen und umfasst ein echtzeitfähiges Betriebssystem PRODAT RCOS zur Überwachung des fehlerfreien Betriebes, statische und dynamische Messfunktionen sowie Möglichkeiten zur Kalibrierung und Diagnose. Die Software ist in der Lage, Fahrzeugtypen zu bestimmen und aus den Achslasten Gesamtgewichte zu berechnen. Trotz der Funktionsvielfalt wurde konzeptuell auf einfache und schnelle Bedienbarkeit durch den Nutzer geachtet. Optional können Fernwartungsfunktionen integriert und Fahrzeugdaten archiviert werden.

Die Hardware ist für den rauen Industrieeinsatz konzipiert. Eine hohe Ausfallsicherheit konnte durch den langjährigen Betrieb nachgewiesen werden. Messelektronik und Hardware werden in gängigen Schutzarten ausgeliefert.

Optional können die Messdaten über robuste, drahtlose, industrielle Kommunikationsverfahren übertragen werden. Die Verwendung vielfältiger Anzeigeeinrichtungen ist möglich (Industrie-PC, Panel-PC oder verschiedene Messdatenanzeigen).

Vorteile der Baureihe PRODAT RKM

  • Montage in beliebigem Oberbau ohne Fundament auf Stahl- , Beton- oder Holzschwellen, auch im lückenlosen Gleis ohne Nachteil für die Stabilität des Gleises
  • Kurze Einbau- und Inbetriebnahmezeit
  • Direkt messende aktive Kraftaufnehmer ohne bewegliche und schnell verschleißende zusätzliche Fesselungselemente
  • statische, quasi-statische oder optionale dynamische Messung
  • Anpassungsfähig an ein weites Spektrum von Einbauverhältnissen, sowie Betriebs- und Umgebungsbedingungen
  • Für alle Spurweiten verfügbar
  • Beliebige Schienenprofile nutzbar
  • Störungssichere Kommunikation
  • Unbegrenzte Anzahl Messachsen
  • Flache Bauweise
  • Ausgefeiltes Servicemanagement
  • Federhystereseüberwindungsvorrichtung
  • Sichere und schnelle Abfertigung und Messung
  • UIC- und DIN / DIN EN konforme Nutzersoftware
  • Kalibrierung durch akkreditiertes, unabhängiges Prüfinstitut
  • Dimensionierung des Systems für beliebige Achslasten
  • Unterstützung entsprechend geltender Regelwerke (DIN 27201, DIN EN 50215, EN 14363, ... )
  • Optional: Identifizierungssystem zur Erkennung individueller Fahrzeuge

Bestehende Varianten

  • Statische Radlastmessung mit stoppendem Zug
  • Quasi-statische (auch quasi-stationäre) Radlastmessung mit langsam überfahrenden Zug
  • Dynamische Radlastmessung mit überfahrendem Zug unterhalb der Maximalgeschwindigkeit

Weiterhin können verschiedene optionale Erweiterungen, entsprechend des speziellen Kundenwunsches, angeboten werden.

Beispiele

Beispiel 1 Beispiel 2

Relevante Schlagwörter

  • Messung von: Radkraft/Radkräfte, Radlast/Radlasten, Radaufstandskraft/Radaufstandskräfte, Achskraft, Achslasten, Drehgestelllasten
  • Mess-System zur: Radlastmessung, Radkraftmessung, Bestimmung der Fahrzeugmasse
  • Varianten: Statische Messung (ruhendes Fahrzeug) oder dynamische Messung (sich bewegendes Fahrzeug) oder quasi-statische (bzw. quasi-stationäre) Messung

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