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Radkraft-/Radlastmessung mittels PRODAT RKM

Fest installierte Radaufstandskraft-Messsysteme für statische oder dynamische Messungen

Update: 17.09.16 Sprache : Deutsch >> English

Messeinrichtungen zur Bestimmung von Radaufstandskraft und Fahrzeugmasse-
ein fester Bestandteil der Messsysteme der Schienenverkehrstechnik

Radlastmessung mittels dem System PRODAT RKM-S

Mittels des Mess- und Prüfsystems PRODAT RKM-S (stationär) und seinen verschiedenen Untervarianten können sämtliche in der Praxis auftretenden Anwendungsfälle hinsichtlich einer statischen, quasi-statischen oder dynamischen Bestimmung von Radaufstandskräften (kurz Radlast bzw. Radkraft) abgedeckt werden. Bedingt durch das Messprinzip schließt dies auch eine indirekte Bestimmung der Fahrzeugmasse eines Schienenfahrzeugs ein (Anwendung als Radlast oder Achslastwaage). Ob als Einzelachsprüfstand oder Mehrachssystem, es lassen sich beliebige Messfälle und kundenspezifische Anwendungen realisieren.
Besonderes Augenmerk sollte dabei der Bauweise gelten, welche im Gegensatz zu anderen Systemen, nur minimale Eingriffe am Gleis notwendig macht und sich durch besonders hohe Genauigkeit und geringe Abmessungen auszeichnet. Die Messungen werden sehr schnell durchgeführt und garantieren somit eine hohe Wirtschaftlichkeit innerhalb der betrieblichen Prüfprozesse.
Die gemessenen einzelnen Radlasten werden zu Achsen, Drehgestellen und/oder Zugsementen zusammengefaßt. Ferner können Radlast - und Achslastdifferenzen sowie die Fahrzeugmassen berechnet werden. Das Messsystem PRODAT RKM stationär unterstützt alle Schienenprofiltypen und Spurweiten. Eine typische Anwendung besteht in der Endprüfung von Fahrzeugen und der Durchführung von Einstellarbeiten (z.B. am Drehgestell) im Messgleis. Messungen erfolgen an der Lauffläche des Schienenfahrzeugs.
Durch die Unterstützung industrieller, robuster, drahtloser Kommunikationsstandards und z.B. Panel-PCs ist es z.B. möglich Messwerte während der Einstellarbeiten unmittelbar abzulesen.

Aufbau

Die PRODAT RKM Systemvarianten bestehen aus jeweils aus Hauptbaugruppen: Beruhigungsstrecke, Kraftaufnehmer und dem Messcomputer. Alle Varianten lassen sich in bestehende Einbausituationen, also z.B. Wartungsgruben, aufgeständerte Gleisanlagen oder ebene Betonflächen integrieren. Die eingesetzten Messschienen besitzen eine äußerst flache Bauform und der benötigte Platz für die Messanlage entspricht der Höhe der verwendeten Schiene. Bei Nachrüstungen ist es nicht unbedingt notwendig Veränderungen an der Unterkonstruktion vorzunehmen. 

Vorlaufstrecke

Bei der Vorlaufstrecke (auch Beruhigungsstrecke) handelt es sich ein dem Anwendungsfall entsprechend gestalteten Gleisabschnitt, mit der bei statischen Messungen der Einfluß der Gleislage auf die Radlastverteilung am Schienenfahrzeug unterdrückt wird und bei dynamischen Radlastmesssungen das Verhalten der Schienenfahrzeuge so beeinflusst wird, dass der dynamische Anteil der Radkraft klein gegenüber dem von der Gewichtskraft herrührenden ist, um optimale Messergebnisse zu erzielen.

Die Kraftaufnehmer

Die Kraftaufnehmer sind je nach Anwendungsfall als direktmessende Schienenelemente bzw. als Befestigungselemente konstruiert. Sie vereinen in idealer Weise Mess-, Trag und Fixierfunktionen in einem kompakten Bauelement. Durch die intelliegente Bauweise werden schnell verschleißende Lager und bewegliche Fesselungselemente vermieden und höchste Präzision und Lebensdauer gewährleistet.

Bedien- und Anzeigeeinheiten sowie Nutzerendanwendung

Die eingesetzen Bedien- und Anzeigeeinheiten werden entsprechend des Kundenwunschs ausgewählt. Fest installierte Messcomputer- oder Industrie-PCs oder beliebige, mobile Varianten wie z.B. ein robuster Mess-Laptop können eingesetzt werden. Die Bedienerführung am Bildschirm erfolgt menügesteuert und die gesamte Anlage ist gegen unbefugte bzw. Fehlbedienung geschützt.

Zur Kopplung mit anderen PCs stehen Schnittstellen verschiedener Standards zur Verfügung und durch die Möglichkeit der Netzwerkfunktionalität können gewonnene Daten an jedem beliebigen Ort verarbeitet werden.

Die verwendete Software PRODAT RAL konform entsprechend den gängigen Normen und umfaßt ein echtzeitfähiges Betriebssystem RCOS© zur Überwachung des fehlerfreien Betriebes, statische und dynamische Messfunktionen sowie Möglichkeiten zur Kalibrierung und Diagnose. Die Software ist in der Lage, Fahrzeugtypen zu bestimmen und aus den Achslasten Gesamtgewichte zu berechnen. Trotz der Funktionsvielfalt wurde konzeptuell auf einfache und schnelle Bedienbarkeit durch den Nutzer geachtet. Optional können Fernwartungsfunktionen integriert und Fahrzeugdaten archiviert werden.

Die Hardware ist für den rauhen Industrieeinsatz konzipiert, bei dem eine hohe Ausfallsicherheit durch langjährigen Betrieb nachgewiesen wurde. Messelektronik und Hardware werden in gängigen Schutzarten ausgeliefert. Jeder Messcomputer ist serienmäßig mit einem Protokolldrucker ausgestattet und im Außeneinsatz optimal gegen Witterungseinflüsse geschützt.

Optional können die Messdaten über robuste, drahtlose, industrielle Kommunikationsverfahren übertragen werden und werden entsprechend den gewünschten Anzeigeeinrichtungen aufbereitet (Industrie-PC, Panel-PC oder verschiedene Messdatenanzeigen).

Vorteile der Baureihe PRODAT RKM

  • Montage in beliebigem Oberbau ohne Fundament auf Stahl- , Beton- oder Holzschwellen, auch im lückenlosen Gleis ohne Nachteil für die Stabilität des Gleises
  • Kurze Einbau- und Inbetriebnahmezeit
  • Direkt messende aktive Kraftaufnehmer ohne bewegliche und schnell verschleißende zusätzliche Fesselungselemente
  • Vollautomatische statische, quasi-statische oder dynamische Messung
  • Anpassungsfähig an ein weites Spektrum von Einbauverhältnissen, sowie Betriebs- und Umgebungsbedingungen
  • Für alle Spurweiten verfügbar
  • Beliebige Schienenprofile nutzbar
  • Störungssichere Kommunikation
  • Unbegrenzte Anzahl Messachsen
  • Flache Bauweise
  • Ausgefeiltes Servicemanagement
  • Federhystereseüberwindungsvorrichtung
  • Sichere und schnelle Abfertigung und Messung
  • UIC- und DIN konforme Nutzerendanwendung Software
  • Kalibrierung durch akkreditierte Stelle
  • Dimensionierung des Systems für beliebige Achslasten
  • Unterstützung entsprechend geltender Regelwerke (DIN 27201, DIN EN 50215, EN 14363, ... )
  • Optional: Identifizierungssystem zur Erkennung individueller Fahrzeuge

Bestehende Varianten

  • Statische Radlastmessung mit stoppendem Zug
  • Quasi-statische (auch quasi-stationäre) Radlastmessung mit langsam überfahrenden Zug
  • Dynamische Radlastmessung mit überfahrendem Zug unterhalb der Maximalgeschwindigkeit

Weiterhin können verschiedene optionale Erweiterungen, entsprechend des speziellen Kundenwunsches, angboten werden.

Beispiele

Beispiel 1 Beispiel 2

Relevante Schlagwörter

  • Messung von: Radkraft/Radkräfte, Radlast/Radlasten, Radaufstandskraft/Radaufstandskräfte, AchskraftAchslasten, Drehgestelllasten
  • Mess-System zur: Radlastmessung, Radkraftmessung, Bestimmung der Fahrzeugmasse
  • Varianten: Statische Messung (ruhendes Fahrzeug) oder dynamische Messung (sich bewegendes Fahrzeug) oder quasi-statische (bzw. quasi-stationäre) Messung

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